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Startschuss: Das letzte Puzzlestück deiner Personal Brand

Kennst du jemanden, der von TED Talks gelangweilt ist? Ich auch nicht. Wer einen kleinen Binge-Watching-Nachmittag wagt, stellt fest: Es ist nicht allein das Thema, das uns catcht – es ist der begeisterte Mensch auf der Bühne und seine Aufbereitung eines Inhaltes, den du bis eben vielleicht gar nicht auf dem Schirm hattest. Stellst du im Anschluss in Frage, ob der- oder diejenige überhaupt die Skills hat, dich zu begeistern? Ich bezweifle es. Was das mit deiner Personal Brand zu tun hat? Eine Menge!

Begeisterung und Leidenschaft werden heutzutage schier inflationär als Quell des Erfolgs genannt. Ich finde kaum eine bessere Möglichkeit, ihre Auswirkung auf uns zu verdeutlichen: Nimm dir eine, vielleicht zwei Stunden Zeit, passionierten Menschen zuzuhören.

  • „Do schools kill creativity?“
  • „How great leaders inspire action“
  • „The power of vulnerability“
  • „10 things you didn’t know about orgasms“
  • „How I held my breath for 17 minutes”

…um nur eine kleine Auswahl der Top 25 TED Talks zu nennen. Das Millionenpublikum ist ebenso bunt gemischt wie die Themen, in die wir eintauchen dürfen: Von Psychologie über Biologie zu Technik oder Medizin. Der Clou des Erfolgs: Nicht das Thema bestimmt die Aufmerksamkeit, sondern der Mensch, der es schafft, dich in seinen Bann zu ziehen. Im Anschluss googelst du mit Sicherheit seinen Namen. Doch die Kompetenz in Frage stellen, das wirst du wohl eher nicht.

Ob Brené Brown oder dein Papa – Begeisterung ist ehrlich

Okay, zugegeben – TED Talks sind schon eine fette Hausnummer. Aber das Prinzip funktioniert überall. Wegen deiner zugewandten, charismatischen Biologielehrerin weißt du heute noch, wie Photosynthese funktioniert und was ein Endoplasmatisches Retikulum ist. Dein Papa hat selbst das langweiligste Buch so vorgelesen, dass du an seinen Lippen hingst. Deine neue Finanzberaterin erklärt so lebendig, dass du deinem Umfeld plötzlich von Versicherungen und privater Altersvorsorge erzählst. Wir wollen begeistert werden! Das gleiche passiert tagtäglich in den sozialen Medien. Wir haben ein feines Gespür, wer sich nur profilieren oder verkaufen will oder aufrichtig für etwas brennt.

Transfer in deine Welt

In den vergangenen zwei Blogbeiträgen ging es darum, dein Thema zu finden und dir deine Superpower(s) bewusst zu machen. Kommen wir nun zur Kür des Personal Brandings: Diese beiden zusammenführen zu deiner individuellen Botschaft.

Was willst du in die Welt hinaustragen?

Wenn du die letzten beiden Blogbeiträge gewissenhaft bearbeitet hast, wird die folgende Übung das letzte Puzzleteil für den erfolgreichen Start deiner Personal Brand sein.

Das fehlende Teil – So findest du es:

Lass dich auf das Gedankenspiel ein. Es ist ein sonniger Tag, du bist gut gelaunt und energiegeladen. Als dein Telefon klingelt und du eine fremde Nummer auf dem Display siehst, nimmst du gespannt ab. Dem überraschenden Angebot, das dir unterbreitet wird, stimmst du spontan und guter Dinge zu:

Du wurdest als Key Note Speakerin der wichtigsten Konferenz deiner Branche gewählt. Das Komitee ist beeindruckt von deiner bisherigen Arbeit und gespannt auf das Thema, für das du dich entscheiden wirst. Das Publikum besteht ausschließlich aus deiner Zielgruppe. Du bereitest eine Rede vor, in der dein ganzer Mut und Wille steckt. Du schreitest auf die Bühne, die Scheinwerfer gehen an, du blickst in gespannte Augen:

Was wirst du ihnen erzählen?

Fasten your seatbelt!

Ja, diese Übung ist ein Brecher. Aber nachdem du dich mit deinem Thema und deinen Skills intensiv auseinandergesetzt hast, wird die Antwort intuitiv zu dir finden. Vielleicht treibt dich die Übung ein paar Tage gedanklich um, vielleicht möchtest du aber auch sofort anfangen, deinen Talk zu schreiben. Eines steht fest: Sobald du die Frage beantworten kannst, hast du den Kern deiner Marke herausgeschält. Deine Botschaft ist bereit, gehört zu werden!

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